Am Fuße des großen Heubergs, einem Teil der Südwest-Kuppen-Alb mit den höchsten Erhebungen der Schwäbischen Alb, liegt unterhalb des zweithöchsten Berges, dem 1011 m hohen Oberhohenberg, von Wiesen und Wäldern umgeben die Industrie- und Arbeiterwohngemeinde Schörzingen. Diese Gemeinde zeichnet sich aus durch die herbe Schönheit seiner einzigartigen und urtümlichen Naturlandschaft und dem harmonisch und überschaubar eingefügten Ort. Sie bildet heute zusammen mit Schömberg eine gemeinsame Stadt.
Aus der sanften Talmulde des jungen Starzelbachs hat sich der Ort (714 m NN) mit seinen 1386 Einwohnern (Stand 30. Juni 1999) nach den nahen Höhen entwickelt. Das zunächst in der Talaue entstandene Altdorf, mit dem Rathaus und der Kirche als Mittelpunkt, wurde über Jahre hinweg nur entlang der Hauptstraße erweitert und bebaut. Die Häuser entsprachen den im ländlichen Gebiet üblichen Gebäuden mit Wohn- und Ökonomieteil da die Landwirtschaft eine nicht unbedeutende Rolle spielte.

In den Nachkriegsjahren haben sich dem kleinen Ort viele Probleme gestellt. Die aufblühende Industrie ließ die Bevölkerung rasch anwachsen, und es galt, die Infrastruktur zu verbessern. Hierbei war der Bau der Eisenbahnlinie von Rotteil über Schörzingen nach Balingen 1928 eine wichtige Voraussetzung.

Die in der Nachkriegszeit insbesondere bei der Firma Hopt entstandenen Arbeitsplätze haben zu einem gewissen finanziellen Wohlstand und zur Verbesserung der Gebäudesubstanz beigetragen. In vielen Häusern wurde die zu einem Großteil im Nebenerwerb betriebene Landwirtschaft aufgegeben und die Räume in Wohn- und Garagenbereiche umgebaut. Sie bestimmen weitestgehend das heutige Ortsbild

Eine ganze Reihe öffentlicher Einrichtungen beherrschen das Ortsbild der aufstrebenden Gemeinde. Hierzu zählt de 1960/61 neu erbaute Schule, die gegenwärtig nur noch als reine Grundschule zusammen mit der Gemeinde Weilen uld.R. betrieben wird. Der Geburtenrückgang hat sich hier in den letzten Jahren deutlich ausgewirkt.
1974 wurde der für drei Gruppen konzipierte Kindergarten auf Fronberg in unmittelbarer Schulnähe erstellt. Lange Jahre haben die Schörzinger auf diese Einrichtung gewartet und mittels eines eigens dafür ins Leben gerufenen Fördervereins einen wichtigen Grundstein für diese elementare Erziehungsstätte gelegt. Zum erstenmal wurde von einem Gemeindezentrum gesprochen, und man faßte das noch vorhandene Gelände, das sich spornmäßig nach Westen erstreckt, planerisch für weitere öffentliche Einrichtungen ins Auge.

In den Jahren 1969 bis 1973 konnte das Dorfbild durch den Ausbau der Ortsdurchfahrt und die Verdolung der Starzel im Ortsbereich entscheidend zum Positiven geändert werden. Nach und nach wurden die Ortsstraßen zeitgemäß ausgebaut, wobei der Dorfcharakter teilweise unter diesen Maßnahmen litt.

Erwähnenswert im Zusammenhang mit vorausschauenden Entscheidungen zum Umweltschutz und zu einer gesicherten Daseinsvorsorge ist der Anschluß an die Wasserversorgungsgruppe Hohenberg mit Beschluß vom 24. Januar 1956. Damit war die auf der Eigenwasserversorgung beruhende, immer wider auftretende Wassernot ein für allemal beseitigt.

Einer der größten Wünsche der Bevölkerung konnte 1980 mit dem Bau der Mehrzweckhalle in Angriff genommen werden. Der mit der Planung beauftragte, aus Schörzingen stammende Architekt Hans Riedlinger schuf mit dieser Halle ein "Jahrhundertwerk", dessen architektonische Gestaltung sich im Verbund mit Schule und Kindergarten sehr gut in das Ortsbild einfügt. Durch die Hohenberghalle besitzen Schörzingen und seine Vereine ein für alle Belange ausreichendes Kommunikationszentrum.